Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen,
müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken!

 

Was denkt ein Hund, wenn er verschenkt wird?

Ich denk mit Wehmut daran zurück,
als ich noch klein und niedlich war.
Man nannte mich "Das ganze Glück"
und krümmte mir kein Haar.
Stets hat ich frisches Wasser steh´n,
jeder wollte mit mir Gassi geh´n.
 
Man forderte mich zum Bellen auf,
bei jedem Klopfen oder Schellen.
Nun wurd ich größer und ich dachte,
dass ich dem Herrchen Freude machte.
 
Doch fand er´s früher schön und  niedlich,
verbot er´s jetzt ganz unerbittlich.
Kein Bellen mehr, keine Freude zeigen,
kaum noch Zeit um Gassi gehen.
Der Freßnapf leer, kein liebes Streicheln,
oh Mensch, wie soll ich das versteh´n?
 
Ich störe hier, ich hindere da
und dann bald zu meinem Schreck:
"Der Hund muss raus, der Hund muss weg".
Und ehe man fängt an zu denken,
find ich mich wieder "zu verschenken".
 
Mein Herrchen, das ich so geliebt,
mich einfach einem anderen gibt.
Kein Wort, kein Tätscheln mit der Hand,
dafür ein dickes Stachelhalsband.
"Bei Fuß", "nicht hier" und "lass das sein",
Kommandoton, tritt mit dem Bein.
 
Was vorher ich nicht tun sollte,
das neue Herrchen gerne wollte.
Soll bellen, beißen und erschrecken,
er will sich hinter mir verstecken.
 
Nach ein paar Tagen meint er klug:
"Der ist mir gar nicht scharf genug".
Und ohne drüber nachzudenken,
bin ich schon wieder zu verschenken.
 
Mensch, was bist Du so gemein,
ich wollte stets ein Freund nur sein,
mit Dir durch Wald und Felder toben,
freu mich über kleines Loben.
Holt mich nun wieder ab ein "Neuer"
so bitt ich ihn: "Sei lieb zu mir,
mach aus mir kein Ungeheuer".
 
Mein Hundeherz, das wünscht sich nur und das für alle Tiere:
Mensch, Du solltest vorher denken,
damit wir niemals landen unter
"Zu Verschenken"!
 
(Autor unbekannt)
 
Armer Bullterrier

„Liebes Herrchen!

Du hast mich im August letzten Jahres aus dem Tierheim Süderstraße. in Hamburg geholt .Ich war dort abgegeben worden, weil mein damaliges Frauchen und ich auf offener Strasse beinahe gesteinigt worden wären. Aber sehr lange musste ich nicht warten, dann hatte ich bei Dir und meinem neuen Frauchen ein neues zu Hause in Breitenburg gefunden. Was war ich froh! Ein riesiger Garten, und viele lange Spaziergänge.

So etwas kannte ich ja gar nicht in meinem Alter von nicht einmal einem Jahr. Wir haben uns prima verstanden. Und wie herrlich war es, mit dem Nachbarshund Asko herumzutollen! Nur mit dem Wörtchen “komm“ hatte ich noch so meine Probleme. Und solange ich dies nicht richtig begriffen hatte, musste ich immer an die Leine wenn wir den Garten verließen.

Am Dienstag war Frühlingsanfang mit besten Wetter. Bei Sonnenschein und Schnee fuhren wir ins Mohr, um einen schönen Spatziergang zu machen. Und da passierte es: Ich bin Dir aus dem Auto gesprungen, bevor Du mir eine Leine an mein Geschirr machen konntest. Das habe ich natürlich sofort ausgenutzt und bin glücklich weit über die Wiesen gerannt. Endlich einmal ohne Leine so richtig drauflos rennen - weit und breit kein Mensch oder Tier!

Aber so dumm wie ich war, bin ich immer weiter von Dir weggerannt, ohne auf Dein Pfeifen und Rufen zu achten, bis ich nicht mehr zu sehen war. Du hast dann eineinhalb Stunden auf einem Fleck gestanden, weil Du dachtest, ich würde wieder an den Ort zurück kommen, wo ich Dich verlassen hatte. Später bist Du mir nachgelaufen, um meine Spur im Schnee zu verfolgen und mich vielleicht so doch noch zu finden. Aber wir haben uns nicht mehr treffen können, denn Du bist in die falsche Richtung gelaufen.

Ich aber war inzwischen an einem Bauernhof angekommen. Dort roch es nach so vielen unbekannten Düften! Ein großer schwarzer Schäferhund war da. Und im Stall standen viele Kühe. Das war ja was für mich! Die Kühe waren sehr aufgeregt als sie mich sahen, aber ich habe ihnen nichts getan. Ich kannte ja die Kühe von der Weide bei uns nebenan, das waren meine Freunde.

Der Bauer und sein Sohn hatten mich entdeckt. Ich habe mir nichts dabei gedacht, als sie näher kamen. Ich hatte auch überhaupt keine Angst und nichts Böses getan Und dann ging alles ganz schnell: Der ältere hatte ein Eisenrohr in der Hand, und als er damit zuschlug, explodierte etwas in meinem Kopf .Immer wieder holte er aus und wollte nicht damit aufhören. Dann wurde ich in eine alte Karre geschmissen und kam vor die Tür in die Kälte.

Ich war immer noch nicht tot, aber niemand kümmerte sich mehr um mich. Ich war nicht mehr in der Lage mich zu bewegen, mein Schädel war zertrümmert, und ich blutete sehr stark. Mir war bitterkalt in der Pfütze aus Wasser und Blut. Ich weiß nicht, wie lange ich dort so gelegen habe. Aber irgendwann hörte ich deine Stimme! Du warst noch immer auf der Suche nach mir und dabei auf diesen Bauernhof gekommen. Der Bauer zeigte Dir, wo ich lag. Wir fuhren so schnell wie möglich zu unserem Tierarzt, aber es war alles zu spät. Jetzt bin ich im Hundehimmel und vermisse euch alle so sehr!“

„Hey,Herrchen wie geht es Dir?“

„Meine liebe Faya

ich habe solange nach Dir gesucht! Ich mache mir solche Vorwürfe, dass ich nicht gut genug auf Dich aufgepasst habe! Warum nur bist Du nicht zurück gekommen? Du musst meine Rufe und die Hundepfeife immer wieder gehört haben. Man hört im Moor meilenweit. Ich kann verstehen, dass Du einmal so richtig auf Entdeckungstour wolltest, aber du bist bei den falschen Menschen gelandet .Diese waren brutale Schläger ohne Herz, doch woher solltest Du das wissen?Sie haben Dich regelrecht hingerichtet. Frauchen und ich hatten mit Dir drei Hündinnen Deiner Rasse und immer nur gute Erfahrung gemacht. Du hattest sogar einen Wesenstest mit „sehr gut“ bestanden und warst damit sogar im Fernsehn.Du hast Dich in kürzester Zeit in unsere Herzen geschlichen. Du warst die beste von allen, aber wir hatten Dich nur ein paar Monate bei uns. Du fragst wie es mir geht?

BESCHISSEN OHNE DICH!“

 
Ich kann es nicht begreifen... seine Folter dauerte 45 Minuten und wurde gefilmt...


 

Finsterstes Mittelalter im 3. Jahrtausend!
Wolf in der Türkei brutal und grausam abgeschlachtet
 
Wer in diese Augen schaut, dem muss das Blut in den Adern gefrieren. Ein hungernder Wolf sucht am Stadtrand von Istanbul in Mülltonnen nach Fressbarem und wird Opfer einer grausamen und blutrünstigen Wolfshatz.
 
Solche Bilder erinnern an das finsterste Mittelalter, wo der Wolf völlig zu unrecht als das "Böse schlechthin" galt und dem Fanantismus der aufgehetzten Massen zum Opfer fiel. Doch das Mittelalter liegt Jahrhunderte zurück. Gott sei dank, mag man danken. Doch weit gefehlt...
 
Eigentlich sollten auch die Menschen in der Türkei mittlerweile soweit aufgeklärt sein, dass der Wolf nur in äußerster Not in die Nähe des Menschen, seines ärgsten Todfeindes, geht. Und dass der Wolf einer vom Aussterben bedrohten Gattung angehört. Vom Aussterben bedroht, weil der Mensch dieses wundervolle Geschöpf in früheren Jahrhunderten bis aufs Blut verfolgte, jagte und abschlachtete. Zu tausenden und abertausenden, bis es fast ganz ausgerottet war.
 
Heute werden die letzten verbliebenen Bestände von Tierschützern mit viel Sachverstand, Liebe und Mühe hochgepäppelt.
Es gibt seit Jahrhunderten so gut wie keine dokumentierten Fälle, die belegen, dass der Wolf für den Menschen jemals ernsthaft gefährlich war und gefährlich ist. Im Gegenteil. Der Wolf hat nur einen einzigen wirklichen Feind: Den MENSCHEN!
 
Dies musste das hier geschächtete Tier auf das Grausamste erfahren. Mit Schaudern und Entsetzen betrachtet man die Bilder. Schaudern und Entsetzen über eine Form oder Grausamkeit, für die kein Schimpfwort ausreicht und die nur zutiefst verachtet werden kann.
 
Solches Tun muss weltweit geächtet werden!
 
Schaudern und Entsetzen über die unsägliche Pein, die dieses Tier durchleiden musste in den Händen seiner Folterknechte.
 
Solche Bilder gehören weltweit an den Pranger und erst recht an den Pranger gehören jene Behörden und Individuen, die dieses blutige Gemetzel zu verantworten haben.
 
Ja, es stimmt: Die Größe einer Nation lässt sich daran messen, wie sie mit den Tieren umgeht. Hier haben wir ein besonders einprägendes Beispiel vor Augen.
 
1. Juni 2005
Nadja Mirova
Hund und Gesellschaft, Berlin
 
Q U O T E

An der Nacht, wo wir ueber den Wolf erfahren haben (durch eine Fernsehsendung von ATV, bestand die Erde und Himmel nur aus den Augen diese Wolfes. Es war unbeschreiblich... Der Wolf hatte nur Hunger, war total abgemagert und kam zu einer Mülltonne mit der Hoffnung was zum Fressen zu bekommen.... Man nahm ihn fest, machte seine Beinen mit einer Kette fest, er konnte gar nicht widerstehen da er schon so schwach war und der Feind war mächtig ...und noch dazu steckte man einen Holzstück in seinem Maul; Blut rann aus seinem Mund raus.. und folterte 45 Minuten lang. Und man lässt eine riesigen Anatolischen Hirtenhund auf ihn zu, damit er ihn zerfetzt! Man zog an seinen Ohren und lachte besiegt an den Kameras. Und der Wolf war nur AUGEN! Alles ist auf einem CD eingespeichert. Das passierte in der Stadt Malazgirt/Mus.
 
Die Personen, die den Wolf gefoltert und getötet haben sind folgende Kreaturen;

Ahmet Gürel, Halis Güvenir, Dincer Yazici and Nimet Güvenir

Die haben eine Geldstrafe von 278 YTL bekommen, das ist circa 150 Euro.  Diese Kreaturen haben deren eigene Viecher, Kühe, Ziegen, Hunden und all sonstiges...

Das passierte im Februar, 22, 2005

Vom Fernsehprogrammdirektor haben wir den CD der Folterung bekommen und  haben daraus Fotos entwickelt... der arme Wolf hatte Hunger und kam in  die Stadt und die so genannte "Menschen" ertappten ihn an der Mülltonne. War sowieso ganz abgemagert und hatte gar keine Kraft mehr sich zu wehren. Man hat ihn fest gebunden und noch dazu ein Holzstück ans Maul getan und befestigt. Und 45 Minuten lang gefoltert. Habe auch einen CD davon. Das haben wir uns bei einem Fernsehprogramm bei ATV-TV gesehen keiner von uns konnte tagelang schlafen. Wir haben uns geschämt, dass wir uns als "Menschen" genannt haben, wenn die die das dem armen Tier gemacht haben, Menschen sein sollten. Seine Augen werden wir nie vergessen und hoffen mit Eurer Hilfe diesen Menschen auch nicht
vergessen lassen!

Es ist auch ein totaler Paradoxe, dass man diese Folterung 45 Min gefilmt hat! Journalismus!?

Ms Ozgun Ozturk
 
Noch kurz in eigener Sache:
 
In meiner "Meinungsecke" wird mir Rassismus vorgeworfen.  Wenn ich mich auf Grund des Tierschutzgedankens dagegen ausspreche, dass bestimmte Völker in den Genuss offener EU-Grenzen kommen, dann hat das wenig mit Rassismus zu tun, sondern mit Sorge, was offene Grenzen z.B. für Transporte von Schlachtpferden und anderen Tieren bedeuten könnte, die dann unkontrolliert über die Grenzen gelangen können. Es kann auch nicht bezweifelt werden, dass das Ausmaß real existierender Tierquälereien im europäischen Raum sehr ungleich verteilt ist. Und dies hat schon etwas mit der Einstellung der Gesamtbevölkerung, bzw. deren Druck auf die einheimischen Politiker zu tun. Insofern tut man vermutlich nur wenigen Menschen wirklich Unrecht, wenn man im Zusammenhang mit der Tierschutzproblematik und bestimmten Ländern verallgemeinert.
Selbst den sozialverträglicheren Schuh der "Ausländerfeindlichkeit" würde ich mir nicht anziehen, da es in all den Ländern, die ich nicht
in der EU sehen möchte, engagierte Tierschützer gibt - wenn diese auch in der absoluten Minderheit sind. Allenfalls könnte ich mich mit
dem Gedanken anfreunden, eine "Tierfeind-Feindin" zu sein.
Was aber nicht automatisch ausschließt, dass ich möglicherweise und gelegentlich nicht jedes Wort selbstkritisch genug auf die Goldwaage lege.
Zergportal.de
 
DER  WOLF WURDE GESCHÄCHTET!!!!!!

Liebe Tierschutz-Freunde,
geht  bitte auf http://www.hundshuus.de und klickt auf der Startseite auf den Link  ganz oben ICH WILL ....
Bitte schaut Euch die Fotos an, bitte  formuliert  an die dort aufgeführten mail-Anschriften (unterhalb der  Aufnahmen) Euren Protest.  Dazu reicht eine mail in Deutsch oder Englisch,  wenn ihr alle Adressen als BCC (als für den Empfänger nicht sichtbare Kopie)  untereinander kopiert. Eine zweite mail sollte an die aufgeführten  Zeitungsredaktionen geschickt werden.
 
Bitte verschließt nicht  die Augen vor diesem Leid, lasst es den Rest der Welt wissen, dass diese Dinge  nicht heimlich auf irgend welchen Dorfplätzen ungesühnt ablaufen  dürfen!!
 
Und an diejenigen, die in Foren eingetragen sind:  Verbreitet dieses Verbrechen! Tragt es in Foren ein! Ruft zu Protest-mails auf. 
Diese kleine Handlung für uns - satt und im Trockenen sitzend - ist alles,  was wir für dieses unendlich arme Tier tun können.
Entsetzte Grüsse 
Birgit  Schmidt
http://www.hundshuus.de
########

Kommentarausriss dazu auch  :
.....
diese Erz-Sauerei aus der Türkei sollte entsprechend öffentlich  gewürdigt werden!
Wolfgang  Epple

 
Brief eines Welpen

An Herrchen und Frauchen !

Heute bin ich gestorben.
Ihr habt genug von mir gehabt.
Ihr habt mich in ein Tierheim gebracht. Es war überfüllt.
Wahrscheinlich bin ich unter einem unglücklichen Stern geboren.
Jetzt liege ich in einem schwarzen Plastiksack.
Mein Halsband, das zu klein war und auch schmutzig, hat die Frau,
die mich über die Brücke zum Regenbogen geschickt hat, abgenommen.
Das und die kaum benutzte Leine, die Ihr hier gelassen habt, wird ein anderer Welpe bekommen.
Hätte es sein können, dass ich immer noch bei Euch zu Hause wäre, wenn ich den Schuh nicht zerkaut hätte ?
Ich wusste nur, dass es Leder ist, es lag vor mir auf dem Boden.
Ich wollte nur spielen. Ihr habt vergessen, Hundespielzeug zu kaufen.
Meine Nase in das, was ich gemacht hatte, zu tunken,
machte mir nur ein schlechtes Gewissen, dass ich mich überhaupt lösen musste.
Es gibt Bücher und Ausbilder, die euch erklärt hätten, wie ihr mir beibringt, zur Tür zu gehen.
Wäre ich immer noch zu Hause, wenn ich kein Flöhe in euer Heim gebracht hätte?
Ohne Anti-Floh-Behandlung konnte ich sie nicht loswerden,
auch wenn ihr mich für Tage im Hof gelassen habt.
Wäre ich noch zu Hause, wenn ich nicht gebellt hätte?
Ich habe nur gesagt: "Ich habe Angst, ich bin einsam, ich bin hier, ich bin hier!
Ich möchte euer bester Freund sein"
Wäre ich immer noch zu Hause, wenn ihr euch die Zeit genommen hättet,
euch um mich zu kümmern und wenn Ihr mich gelehrt hättet, mich richtig zu benehmen?
Wäre ich noch zu Hause, wenn ich euch glücklich gemacht hätte?
Aber wenn Ihr mich schlagt, wie kann ich Euch da erfreuen ?
Nach der ersten Woche habt Ihr keine Zeit mehr für mich gefunden,
aber ich habe all die Zeit damit verbracht, auf eure Liebe zu warten.

Heute bin ich gestorben.

(unbekannter Autor)


Der Schwimmer

Er öffnete die Augen und sah sich um. Er war immer noch in diesem hellen,
kalten Raum. Mit einem Seufzer schloss er die Augen wieder. Ihm war kalt. Er
lag ja nur auf den kalten , weißen Fliesen. Er hatte keine Decke, die die
Kälte, die aus dem Boden kam, aufhalten konnte. Sein Kopf schmerzte und
seine Glieder taten ihm weh. Dann hörte er Stimmen. Sie riefen nach ihm. Sie
riefen : “ Nr. 1985 komm her! ³ Er wusste das er gemeint war und so verzog er
sich in eine Ecke des Käfigs , indem er schon so lange Zeit verbringen
musste. Er erinnerte sich nicht mehr an früher. Die Schmerzen in seinem Kopf
waren zu stark. Er sah den Mann, der ihn immer, jeden Tag aufs Neue, holte.
Er hörte wie ein anderer Mann zu diesem sagte: “ Wie lange brauchst du denn
um den schwarzen Labrador herzubringen?³ “ Er will nicht!³ entgegnete der,
der ihm am nächsten stand. “Mach schon! Die anderen müssen auch noch
drankommen! ³ Wie? Es gibt noch mehr von ihm? Er war nicht der einzige, der
auf kalten Boden schlafen musste? Er war nicht der einzige, den sie jeden
Tag holten? Er hatte große Angst. Er zitterte. Die Hand des Mannes strich
ihm sanft über den Kopf. “Na komm schon Nr. 1985. Du weißt was mit dir
passiert, stimmt¹s? Komm schon Schwarzer oder willst du, dass ich Ärger
bekomme?³ Er wusste, dass er mitgehen musste. Er konnte sich nicht wehren. Zu
oft hatte er schon versucht zu entkommen und jedes mal, fingen sie ihn
wieder. So ging er mit dem Mann, der ihm während des Laufens am Ohr kraulte.
Er ging voraus, denn er wusste wohin sie ihn bringen würden. Vor dem großen
Wasserbecken blieb er stehen und schaute sich um.

Da kamen sie. Fünf Männer in weißen Kitteln mit Schreibtafeln und Stiften in
den Händen. Er setzte sich und wartete bis sie bei ihm waren und ihm
befahlen in das Becken zu steigen. Er tat wie ihm geheißen wurde und
kletterte hinein. Dort wartete er bis man ihn am Halsband an eine Stange
gebunden hatte, die in das Becken hinein reichte. Dann spürte er wie der
Boden unter seinen Füßen sich bewegte und das Wasser um ihn herum immer
höher stieg. Ruhig wartete er bis es so hoch war, dass er schwimmen musste.
Er kannte das alles ja schon. Er schwamm. Ruhig und gelassen immer im Kreis,
denn die Stange an seinem Hals erlaubte ihm nicht an den Wänden
hinaufzuklettern. So schwamm er wie immer. Er wusste, dass es bald enden
würde. Und so schwamm er immer weiter. Er spürte, wie er langsam schwächer
wurde. Sein Kopf schmerzte und seine Läufe taten ihm weh. Doch er schwamm.
Er schwamm bis er seinen Fang kaum noch über Wasser halten konnte. Da gab er
auf. Und stoppte. Er sank tief in das Wasser hinab. Früher hatte er versucht
wieder an die Wasseroberfläche zu gelangen, doch er wusste, dass sie ihn
wieder rausholen würden. So auch diesmal. Sie zogen ihn aus dem Wasser. Der
Mann der ihn aus seinem Käfig geholt hatte, nahm ein Tuch und trocknete ihm
etwas das Fell. Er hörte wie ein Mann sagte: “Er hat sich verbessert.
6 Stunden, 39 Minuten und 12 Sekunden. Er ist sogar besser als der Retriever.³
Der Mann trug ihn zurück in den Käfig.

Erst als das Licht in dem Raum aus war, erwachte er wieder. Sein Fell war
trocken und ihm war kalt. Langsam versuchte er sich aufzurichten. Da fiel
ihm auf, dass diesmal etwas anders war an seinem Käfig. Die Tür stand etwas
offen. Mit dem Fang schob er die Tür auf und schlich sich zum
Lüftungsschacht. Er wusste, wenn er bis dahin gelangen würde, dann wäre er so
gut wie frei. Leider hatten sie ihn kurz davor immer einfangen können.
Diesmal jedoch gelang es ihm bis in den Schacht zu kommen. Leise schlich er
im Labyrinth der Lüftung entlang. Nach einer Weile blieb er stehen. Er
musste sich ausruhen. Sein Kopf schmerzte wieder. Er leckte sich seine
Pfoten und schlief ein. Er erwachte weil ihm ein kühler Wind um die Ohren
fegte. Er lief weiter. Schnuppernd suchte er sich seinen Weg. Immer dem Wind
nach. Und er kam an sein Ziel. Es war hell dort draußen. Mit einem Satz
sprang er aus dem Lüftungsschacht. Wie es sich anfühlte Sand unter den
Pfoten zuhaben. Er genoss es einen Augenblick und lief dann los. Er kam zu
einem hohen Zaun. Überklettern konnte er ihn nicht. Also blieb nur die
Möglichkeit unten durch. So begann er zu buddeln. Da hörte er eine Sirene.
Er sah sich um. Sie kam aus dem Haus , aus dem er gerade geflüchtet war. Er
buddelte schneller und da war das Loch groß genug um sich hindurch zu
quetschen. Auf der anderen Seite des Zaunes war ein großer Wald. Er lief in
den Wald und versteckte sich in einem alten Dachsbau.
Dort schlief er bis zur Nacht.

Als er erwachte, war alles um ihn herum dunkel. Er setzte sich vor die Höhle
und witterte eine Hasenspur. Er folgte ihr, denn sie war sehr interessant
für ihn. Er kannte solche Gerüche nicht. Am Ende der Fährte lag ein
Hasenbau. Er war leer und so zog er weiter. Wohin wusste er nicht. Hauptsache
weg von dort. Am Morgen erreichte er den Waldrand. Er sah über ein großes
Feld direkt zu einem Haus. Wo Häuser sind dort sind auch Menschen. Und
Menschen sollte man lieber aus dem Weg gehen. Aber vielleicht hatten sie
etwas zu fressen für ihn. So trottete er langsam zu dem Haus. Vor dem Haus
spielte ein kleiner Mensch mit einem runden Ding. Er sah eine Weile zu und
ging dann auf den Mensch zu. Als dieser ihn sah, stellte er sein Spielen
ein. Er setzte sich auf den Boden und rief: “Komm her Hundi! Na komm schon,
ich tue dir doch nichts. Komm her, komm !³ Er ging zu dem kleinen Menschen.
Als er dort war, strich dieser ihm über den Kopf. Erschrocken zuckte er
zusammen. Das kannte er. Danach begannen immer die Qualen. Doch diesmal ging
der Mensch weg und kam mit einer Schüssel Milch zurück. “Hier trink das. Du
bist sicher hungrig. Schau mal was ich hier habe.³ Der Junge hielt eine
Leberwurststulle in der Hand und zeigte sie dem Hund. Dieser nahm sie
vorsichtig und fraß sie genüsslich. Zum Dank schleckte er dem Jungen die
Hand. In diesem Moment kam der Vater des Jungen aus dem Haus und sah das
Geschehen. Er brüllte der Junge solle weggehen und dass er den Hund
erschießen würde. Erschrocken rannte er davon. Nun wusste er dass viele
Menschen böse sind. Aber nicht alle.

Er rannte über eine große Wiese, Plötzlich vernahm er ein ohrenbetäubendes
Geräusch erschrocken suchte er Deckung, doch er fand keine auf dieser großen
Wiese. Da war plötzlich ein riesiger Vogel über ihm, dessen Flügel im Kreis
rotierten und der kleine Steine spuckte, die ihn nur knapp verfehlten. So
lief er und lief, so schnell ihn seine Pfoten tragen konnten. Nach einiger
Zeit der Flucht kam er an ein riesiges Becken mit Wasser. Nun wusste er
Bescheid. Die Männer in den weißen Kitteln hatten ihn gefunden und stellten
ihn abermals auf die Probe. So stieg er in das salzige Wasser des Meeres.
Ruhig lief er bis es so hoch war, dass er schwimmen musste. Er kannte das
alles ja schon. Er schwamm. Ruhig und gelassen immer geradeaus. Diesmal war
keine Stange an seinem Hals. Diesmal gab es auch keine Wände, an denen er
hätte hoch klettern können. So schwamm er wie immer. Er wusste, dass es bald
enden würde. Und so schwamm er immer weiter. Nach einer Ewigkeit spürte er,
wie er langsam schwächer wurde. Wieder schmerzte sein Kopf und seine Läufe
taten ihm weh. Doch er schwamm. Er schwamm bis er seinen Fang kaum noch über
Wasser halten konnte. Da gab er auf. Und stoppte. Diesmal holten sie ihn
nicht heraus. Diesmal sank er und er versuchte nicht wieder an die
Oberfläche zu gelangen, denn dort warteten sie. Und so sank er immer tiefer
bis zum Grund, doch das spürte er nicht mehr.

gefunden unter:
http://wuff.info/wbb2/thread.php?threadid=3506&sid=&hilight=&hilightuser=0

Hamlet

Die Vorgeschichte:

Ein ganz armes Kaninchen, lest bitte folgendes Schicksal selbst:

Habe mit einer Kollegin zusammen einem Junkie das Kaninchen weggenommen. Nach 5 Tage Tierklinik ist es über dem Berg. Nächste Woche ist es hoffentlich soweit ok, das es endlich operiert werden kann. Hat ein Abzeß am Kiefer. Vielleicht kannst Du ja folgendes für die Vermittlung aufnehmen:

Hi Leute,
ich weiß noch nicht so genau ob ich Kaninchen - Männchen oder Kaninchen - Weibchen bin und ich weiß nicht wie alt ich bin. Eigentlich weiß ich noch nicht einmal so richtig wie ich heiße. Vermutlich "Scheiß Vieh", da ich dann immer einen Tritt bekam, wenn ich so gerufen wurde. Ich lebte in einem kaputten Gittergestell, irgendwo in einer dunklen Wohnung. Meine Besitzerin brauchte ihr ganzes Geld für Drogen und so blieb meist kein  Geld für mein Futter über. Irgendwann wurden meine Zähne so lang, dass ich nicht mehr fressen konnte und meine Zunge kam nicht mehr durch die Zähne und ich konnte deshalb nicht´s mehr trinken. Die Zähne bohrten sich tief in meinen Kiefer und das tat ganz doll weh. Zu meiner Besitzerin kamen immer ganz komische Typen. Die meisten waren selbst auf Droge, zogen mir dann an den Ohren, oder Beinen, setzten sich fast auf mich, traten nach mir, oder spielten mit mir Karussell (wobei mir immer mega schlecht wurde) Aber ein Mädchen war nett. Sie hat einer anderen von mir erzählt und die wieder einer anderen und die kannte Stimme der Tiere... und auf einmal kam da jemand der mich ohne große Worte schnappte und auf ging es... auf große Reise. Ich bin Auto gefahren und habe Wasser aus einer Spritze bekommen. Ah, das tat gut. Aber mir ging es noch gar nicht gut. Dann wurde ich zu einer Tierklinik gebracht. Die haben mir die Zähne aus den Kiefern geschnitten. Ich habe ganz still gehalten, obwohl es sehr weh tat. Danach ging es mir schon gleich etwas besser. Ich habe was zu essen und zu trinken bekommen und weil es mir so schlecht ging musste ich ein paar Tage dort bleiben. Eigentlich hatte ich mich ja schon entschlossen in den großen Kaninchenhimmel zu ziehen, aber auf einmal waren die alle so lieb zu mir und ich wollte doch wieder gesund werden und noch etwas bei den Menschen bleiben. Am Montag muss ich noch einmal richtig operiert werden. Da muss ich ganz tief Bubu machen, weil die mir den Kiefer aufschneiden müssen. Vielleicht gibt es da draußen ja noch ein paar nette Menschen, die mir dann die Daumen drücken, dass alles glatt geht. Ganz im Ernst, ich möchte wieder richtig gesund werden und vielleicht ist der liebe Gott der Karnickel ja so lieb und schenkt mir ein neues Zuhause. Das wäre schön. Würde es gern noch einmal probieren. Vielleicht bekomme ich dann ja sogar einen richtigen Namen... das wäre klasse und vielleicht bist es ja sogar Du, wenn Du von mir liest. dass Du mich vielleicht ja sogar etwas lieb hast und mich haben willst... aber vielleicht verlange ich da etwas viel. Trotzdem: ein neues Zuhause, Futter, Wasser, einen Menschen der mich gern hat... und... und einen Namen... das wäre schön ...

Die Fortsetzung:

Hallo Gina,

anbei eine traurige Nachricht von dem kleinen Kaninchen. Danke an den Verein für die Übernahme der Tierarztkosten.

Tschau

Monika

 Hallo Leute,

ich bin´s, das kleine Kaninchen vom Junkie. Ich wollte euch Lebewohl sagen. Ich muss heute in die Tierklinik... ich werde eingeschläfert. Mir geht es sehr schlecht. Habe 40 Grad Fieber und mein ganzes Gesicht ist geschwollen. Dadurch das ich so lange misshandelt und vernachlässigt wurde haben sich schwere Abszesse an meinem Kiefer gebildet. Ein Röntgenbild hat gezeigt, dass mein ganzer Kiefer deformiert ist. Ganz ehrlich? Ein bisschen Angst habe ich schon. Es tut mir auch Leid, dass der Verein Stimme der Tiere / Vierbeiner & Co., Hagen so viel Geld (Arztkosten) für mich bezahlt hat und ich das nicht wieder gut machen konnte.

Ganze 3 Wochen durfte ich nach meiner Befreiung leben. Richtig leben. Habe sogar einen Freund gefunden. Einen Dobermann... Jack... zuerst wollte er mich fressen, aber mit der Zeit waren wir richtige Kumpel. Zum Abschied hat er mir die Ohren geleckt. Er hat gewusst wohin ich gehe... garantiert.

Ich möchte mich bei euch Menschen bedanken, dass ich die kurze Zeit, die mir blieb, noch soviel kennen lernen durfte. Das Futter war einfach klasse (besonders Kohlrabiblätter und diese kleinen Joghurt - Drops, die waren lecker) und die Streicheleinheiten... super. Gestern habe ich noch frisches Stroh bekommen und eine kleine Hütte. Obwohl ich da nicht rein gegangen bin habe ich gern darauf gelegen. Ich konnte dann so schön aus dem Fenster schau´n.

Jetzt dauert es nicht mehr lange und ich bin im Kaninchenhimmel.

Danke, dass ihr mir die Chance gegeben habt noch liebe Menschen kennen zu lernen. Einer hat sogar für mich geweint... das hätte ich nie gedacht... und ganz wichtig: ich habe einen Namen bekommen. Einen richtigen Namen. Nie wieder werde ich "Scheiß Vieh" genannt... auch dafür Danke.

Ich muss jetzt los. Ein Bild gibt es nicht von mir, aber Monika (meine Pflegestelle) sagt, dass schönste Bild trägt man im Herzen...

Lebt wohl

Euer

HAMLET

Gebet an den Planet

Es tut mir leid, Tier, denn sie mögen Dich so sehr
Sie wollen alles von Dir, und am liebsten noch mehr
Deine Haut ist ihre Kleidung
Dein Fleisch ist ihr Essen
Dein Geist ist vergessen

Bei dem Versuch, das Recht auf Leben in Gesetze zu verpacken
haben Sie bei Dir, Tier, einige Sätze weggelassen.
Deine Schreie zu erhören, wurde leider verpasst,
weil Du für Menschen keine verständliche Stimme hast,
erheb ich meine Stimme für Dich,
es scheint noch immer vonnöten,
Ihr erinnert Euch (nicht) - Du sollst nicht töten - 
denn Du kriegst, was Du gibst,
bist, was Du isst,
weißt, was das heißt,
alles kommt zurück - alles kommt zurück.

Hier ist mein Gebet an diesen Planet:
Der Versuch, zu beschreiben, was mir nahe geht,
solang sich diese Welt noch dreht,
werdet Ihr meine Stimme hören
und immer wieder Menschen treffen,
die auf´s Leben schwören.
Wir alle beten für diesen Planeten
um jedem neuen Tag in Hoffnung zu begegnen
und unser Licht durchbricht die Nacht,
in dem Glauben daran, dies ist die dunkelste Stunde
vor dem Sonnenaufgang...

Quelle: Thomas D. (Lektionen in Demut)

Die nachfolgende Geschichte stammt von der Australian Sheperd Mainlingliste mit der Bitte, 
sie an möglichst viele Hundefreunde weiterzuleiten

Die Geschichte von Lea

Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.

Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht.

Die Menschen sagten, daß sje jetzt endlich Geld wollten und daß das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven ging.

So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten.

All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von andern Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig.

Manchmal kommen Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen, die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen.

Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh.

Oft hören wir sagen "oh, sind die süß, ich will eines", aber dann gehen die Leute wieder fort.

Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist.

Als sie sie am Morgen aus dem Käfig nehmen sagen sie, sie sei krank gewesen und ich sollte verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird.

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft ! Jetzt wird alles gut! Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für mich entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hündchen.

Ich heiße jetzt Lea.

Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre o.k., dann entspannte ich mich.

Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Displasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Züchtern und das meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.

Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh. Die Schmerzen gehen nie weg.

Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.

In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es "genetisch" und "nichts machen". Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht.

Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen.

Sie tragen mich ins Auto.

Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los ? War ich böse ? Sind sie am Ende böse auf mich ? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten! Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken aber wenigstens erreiche ich seine Hand.

Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen.

Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich... Gott sei Dank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.

Ein Traum: ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, das es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück.

So sage ich meiner Menschenfamilie Auf wiedersehen auf die einzige mir mögliche Weise: mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln.

Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen, es hat nicht sein sollen. Statt dessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht.

Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.

Quelle: www.border-collie-in-not.de

Bin ich jetzt berühmt ?

Heute wurde ich geboren. Eins von zehn. Mein Vater war sehr berühmt. Ich habe eine Menge Halbbrüder und -schwestern. Meine Mutter ist sehr berühmt. Seit sie berühmt wurde, hatte sie immer nur Welpen. Keine liebende Hand, keine lustigen Ausflügen . . . nur Welpen. Sie ist immer sehr traurig, wenn sie von ihr weggehen. Heute verließ ich mein Heim. Ich wollte nicht weg, deshalb habe ich mich hinter meiner Mutter und drei übrigen Geschwistern versteckt! Ich mochte dich nicht. Aber sie sagten, ich würde eines Tages berühmt sein. Ich frage mich, ob berühmt das gleiche ist wie Spaß und gute Zeiten? Du hast mich aufgehoben und weggetragen, obwohl es Dich gestört hat, daß ich mich vor dir versteckt habe. Ich glaube nicht, daß Du mich mochtest.

Mein neues Heim ist weit weg. Ich bin verstört und ängstlich. Mein Herz sagt: Sei tapfer. Meine Verwandten sind es auch. Ob sie auch in gute Hände kamen wie ich? Ich bin hungrig, weil zuviel essen schlecht für meine Knochen ist. Ich kann nicht beißen oder schnappen, wenn die Kinder gemein zu mir sind. Ich laufe einfach weg und spiele und tue so, als ob ich auf einer großen Wiese bin mit Schmetterlingen, Rotkelchen und Fröschen.

Ich weiß nicht, warum sie mich treten. Ich bin still, aber der Mann schlägt mich und sagt laute Dinge. Die Frau gibt mir keine guten Sachen, wie ich sie bei meiner Mutter hatte. Sie wirft nur trockenes Futter auf den Boden und geht weg, bevor ich nah genug zum Berühren und Schmusen kommen kann. Manchmal riecht mein Futter schlecht, aber ich esse es trotzdem.

Heute bekam ich zehn Welpen. Sie sind so wundervoll und warm. Bin ich jetzt berühmt? Ich wünschte, ich könnte mit ihnen spielen, aber sie sind so klein. Ich bin so jung und verspielt, daß es schwer ist, hier in dem Loch unter dem Haus zu liegen und meine Welpen zu säugen. Jetzt weinen sie. Ich zerkratze und zerreiße mein Fell.

Ich wünschte, jemand würde mir etwas Futter hinwerfen. Ich bin auch sehr durstig.

Jetzt habe ich nur noch acht. Zwei wurden während der Nacht kalt und ich konnte sie nicht warm machen. Sie sind tot. Wir sind alle sehr schwach. Vielleicht können wir etwas Futter bekommen, wenn ich sie auf die Veranda trage?

Heute haben sie uns weggeholt. Es war zuviel Aufwand, uns zu füttern und jemand kam, um uns zu holen. Jemand schnappte meine Welpen, sie weinten und winselten. Wir wurden in einen Lastwagen mit Boxen getan. Sind meine Babies jetzt berühmt? Ich hoffe es, denn ich vermisse sie. Sie sind weg.

Der Ort riecht nach Urin, Angst und Krankheit. Warum bin ich hier? Ich war genau so schön wie meine Verwandten. Ich bin hungrig, schmutzig, in Panik und unerwünscht. Vielleicht das Schlimmste, unerwünscht zu sein. Niemand kam, obwohl ich lieb zu sein versuchte.

Heute kam jemand. Sie legten mir ein Band um den Hals und führten mich zu einem Raum, der sehr sauber war und einen glänzenden Tisch hatte. Sie hoben mich auf den Tisch. Jemand hielt mich und streichelte mich. Ich fühlte mich so gut!!! Dann fühlte ich mich müde und lehnte mich hinüber zu demjenigen, der mich gestreichelt hatte.

Jetzt bin ich berühmt: Heute hat sich jemand um mich gekümmert.

 Quelle: www.border-collie-in-not.de

Hundespaziergang ohne Rückkehr

Am Morgen bist Du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt. Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich ! Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - hurra!

Wir fuhren mit dem Wagen und Du hast am Straßenrand gehalten. Die Tür ging auf und Du hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden, und zwischen meinen Zähnen hatte, um ihn Dir zurück zubringen.

Als ich zurückkam, warst Du nicht mehr da! In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um Dich zu finden, aber vergebens. Ich lief Tag für Tag um Dich zu finden und wurde immer schwächer. Ich hatte Angst und großen Hunger.

Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit. Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf Deine Rückkehr. Aber Du bist nicht gekommen. Dann wurde der Käfig geöffnet. Nein. Du warst es nicht - es war der Mann, der mich gefunden hatte. Er brachte mich in einen Raum- es roch nach Tod! Meine Stunde war gekommen.

Geliebtes Herrchen, ich will, dass Du weißt, dass ich trotz des Leidens, dass Du mir angetan hast, mich immer noch an Dein Bild erinnere. Und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte ich würde auf Dich zulaufen, denn

ICH HATTE DICH LIEB !  

Quelle: Simone Arweiler, www.Tierheim.de

Der alte Kettenhund

Ich bin allein. 
Es ist schon Nacht und stille wird
´s im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht, dort ruht mein Herr sich aus.
Er liegt im warmen Federbett, deckt bis ans Ohr sich zu.
Und ich auf meinem harten Brett, bewache seine Ruh.
Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht, der Wind aus Osten weht kalt:
die Kälte ins Gebein mir kriecht, ich bin ja auch schon alt.
Die Hütte, die mein Herr versprach, erlebe ich nicht mehr.
Der Regen tropft durch´s morsche Dach, Stroh gab es schon längst nicht mehr.
Die Nacht ist kalt, der Hunger quält, mein Winseln niemand hört,
und wüsste mein Herr auch was mir fehlt, er wird nicht gern gestört.
Die Nacht ist lang, zum zehnten Mal, leck ich die Schüssel aus,
der Knochen, den ich jüngst versteckt, den grub ich längst schon aus.
Die Kette, die schon oft geflickt, sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück und nie werde ich Sie los.
Was Freiheit ist das weiß ich nicht, doch weiß ich, ich bin treu.
So liege ich, warte auf den Tod, denn dieser macht mich frei.

Klagelied aller Tiere auf dieser Welt

Oh Mensch, warum siehst Du nicht ein,  auf Erden bist Du nicht allein. 

Wir alle waren vor Dir da, die in der Fern und die, welche sind Dir nah. 

Warum glaubst Du,  Du bist der King auf Erden 

und kannst bestimmen,  was vernichtet muss werden. 

Die Pelztiere werden ihrer Haut beraubt,  damit der Mensch schöner wird, wie er glaubt. 

Einen Irrtum sieht er auch nicht ein,  Fleisch essen muss nicht sein. 

Wie sollen wir Euch Lebenskraft bringen?  Wenn wir selbst um unser Leben ringen ! 

Vollgepumpt mit Arznei,  überstehen wir die Tyrannei!

Damit wir einigermaßen "gesund" bleiben,  müssen viele von uns im Labor leiden. 

Und selbst unsere Brüder und Schwestern,  die ihr Leben in Freiheit dürfen verbringen,  müssen tagtäglich um ihr Dasein ringen.   

Sie werden gejagt, verfolgt, misshandelt,  was immer auch,  sehr oft auch nur wegen eines alten Brauch´. 

Oh, wir armen Tiere in der Luft, im Meer und auf Erden, 
 wann wird endlich für uns Frieden werden? 

Was haben wir Dir, Mensch, getan, dass Du uns dieses tust an? 

Lasst doch mal Euer Herz sprechen und haltet ein mit diesen Verbrechen ! 

Kasimir 

- Jetzt hat er es geschafft - 

Vor ca. drei Jahren bekam ich einen Anruf von einer Frau, ihr wäre ein schwarzer Kater zugelaufen. Sie könne ihn jedoch nicht behalten, da ihre beiden Katzen ihn nicht dulden. Sie habe ihn darauf hin ins Tierheim gebracht, doch dort ist er irgendwie entwischt und stand ein paar Tage später wieder bei ihr vor der Tür. Es täte ihr zwar leid, grade weil er so lieb und ängstlich wäre, sie können ihn jedoch auf keine Fall halten. 

Also holte ich ihn ab, stellte ihn beim Tierarzt vor und brachte ihn in eine Pflegestelle, wo er fast acht Monate war und sehnlichst auf ein neues Zuhause wartete (ich könnte heute noch heulen, wenn ich an diesen Augenausdruck denke: völlig panisch und gebrochen - was muss diesem armen Kater wiederfahren sein ?). 

Doch keiner wollte ihn. Er war scheu und ängstlich. Wenn Besuch kam, versteckte er sich und pinkelte dann auch in den Schrank, weil er sich nicht aufs Klöchen traute. 

Meine liebe Freundin Evi nahm dann Flöhchen, einen jungen, unternehmungslustigen silbernen Kater als Pflegestelle auf und wie sollte es anders kommen, sie konnte sich nicht mehr von ihm trennen. 

Auch Kasimir tat ihr leid, also beschlossen wir, Kasimir und Flöhchen zusammen zu bringen, damit keiner von beiden alleine war. 

Das war eine Fehlentscheidung, Kasimir wurde immer panischer und pinkelte überall hin. Flöhchen hatte Spaß daran, ihn zu ärgern. Jetzt musste eine neue Entscheidung getroffen werden: Kasimir oder Flöhchen vermitteln !?! 

Nun ja, um es kurz zu machen: Flöhchen ist in seinem neuen Zuhause mit Auslauf und gleichaltrigen streunenden Katzenfreunden glücklich. Kasimir ist bei Evi geblieben. 

Wir behandelten ihn mit Bachblüten, was zur Folge hatte, dass er aufgetaut ist. Er kam sogar bei Besuchern ins Zimmer und begrüßte sie. 

Nach einem langen, landensvollen Weg, wo immer wieder Hoffnung bestand, dass er wieder gesund werden würde (Nieren), hat er es jetzt geschafft - er ist im Katzenhimmel - und niemand, weder Mensch noch Tier, kann ihm mehr weh tun. 

Jedoch ist er mit dem Bewusstsein gestorben, dass ein Mensch ihn liebt (er war ca. zwei Jahre bei Evi) - und ist es das nicht wert, einer armen Kreatur ein Dach über dem Kopf und etwas Liebe zu geben? 

Gina Hüls 

August 1998

Zum Gedenken an alle vierbeinigen Opfer des Verkehrsmolochs !

Totes Kätzchen

Du kleines Kätzen liegst dort einsam still am Straßenrand.
Der Tod fuhr schneller als Du bist gerannt.

Von Deinen Dir an sich verlieh´nen sieben Leben,

ward dir nur eins, und zwar nur kurz gegeben.

In Deinem Todesschlaf Du bist noch voller Anmut

Lässt ahnen, was in Dir einst war an Lebensglut

Wie seidig in der Sonne schimmert auch Dein schönes schwarzes Kleid!

Ein einer ziehend Schmerz lässt fühlen mich Dein frühes Leid

Ob Dich ein menschlich Wesen wohl vermisst,

weil Du nie mehr in seiner Nähe bist?

Dass Deine kleine Seele nun bei Bastet weilt,

soll sein mein stiller Wunsch, der zu ihr eilt.

H.J.Reichling, 22.06.1998